Klickfliesen lassen sich schnell und einfach selbst verlegen. Die einzelnen Fliesen werden über das Klicksystem miteinander verbunden – ganz ohne Kleber, Schrauben oder aufwendige Bodenarbeiten.
Besondere Vorkenntnisse sind dafür nicht erforderlich. Wir sagen unseren Kunden gerne: Die Verlegung kann man fast zur Familienaktion machen – so einfach ist das Klicksystem. Etwas mehr Arbeit entsteht eigentlich nur an Wänden, Säulen oder anderen Randbereichen, an denen einzelne Fliesen zugeschnitten werden müssen.
In dieser Anleitung zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du deine snapfloor Klickfliesen richtig verlegst und worauf du für ein sauberes Ergebnis achten solltest.
Das Klicksystem kurz erklärt
Die Verlegung der snapfloor Klickfliesen ist denkbar einfach. Jede Fliese verfügt über zwei Seiten mit Ösen und zwei Seiten mit den passenden Verbindungsstiften. Beim Verlegen werden die Stifte der nächsten Fliese über den Ösen positioniert und anschließend einfach eingeklickt.
Wichtig ist lediglich, dass alle Fliesen in der gleichen Richtung ausgerichtet werden. Ist die erste Fliese richtig positioniert, ergibt sich die Verlegerichtung für die restliche Fläche praktisch von selbst.
Zum Verbinden reicht in der Regel ein leichter Druck mit der Hand oder dem Fuß – Kleber, Schrauben oder spezielles Verlegewerkzeug werden nicht benötigt.

1. Untergrund prüfen und vorbereiten
Gut geeignet sind beispielsweise:
- Beton
- Estrich
- Fliesen
- feste, bereits vorhandene Bodenbeläge
- fest verlegte bzw. verschraubte Holz- oder OSB-Böden
- Pflasterflächen mit schmalen Fugen
Bedingt geeignet sind:
- ältere oder leicht rissige Betonböden
- Untergründe mit größeren Unebenheiten
Kleinere Unebenheiten sind in der Regel unproblematisch. Als Orientierung sollte der Höhenunterschied ca. 5mm auf einen Meter nicht überschreiten. Größere Löcher, Absätze oder starke Unebenheiten sollten vor der Verlegung ausgeglichen werden.
Welche Untergründe sind nicht geeignet?
Lose oder stark nachgebende Untergründe wie Schotter oder Kies eignen sich nicht für die direkte Verlegung. Auch stark unebene oder nicht ausreichend tragfähige Flächen sollten zunächst entsprechend vorbereitet werden.
Gut zu wissen: Kleine Risse oder optische Schäden im vorhandenen Boden müssen nicht zwangsläufig aufwendig saniert werden. Entscheidend ist, dass der Untergrund stabil ist und die Klickfliesen gleichmäßig aufliegen können.
2. Startpunkt - vordere Ecke am Garagentor
Die Verlegung beginnt immer in einer der beiden vorderen Ecken am Garagentor.
Wenn du vor der Garage stehst und hineinschaust:
Start rechts: Die Ösen zeigen zur Rückwand und linken Seitenwand. Der spätere Verschnitt liegt hinten und links.
Start links: Die Ösen zeigen zur Rückwand und rechten Seitenwand. Der spätere Verschnitt liegt hinten und rechts.
Verlege zunächst eine Reihe entlang des Garagentors und anschließend eine Reihe im rechten Winkel Richtung Rückwand. Dadurch entsteht ein „L“, das sauber ausgerichtet wird und als Basis für die gesamte Fläche dient.
Warum am Garagentor starten?
So bleiben an der sichtbaren und täglich befahrenen Torkante ganze Fliesen erhalten. Gleichzeitig bleiben die benötigten Verbindungspunkte für Seitenteile bzw. Auffahrrampen bestehen. Der Verschnitt landet stattdessen an den weniger sichtbaren Wandbereichen.
Bei mittig geplanten Mustern: Soll beispielsweise eine farbige Umrandung exakt mittig sitzen, wird der notwendige Verschnitt auf beide Seitenwände verteilt. Deshalb die Aufteilung vor der Verlegung kurz ausmessen.
Tipp: Gerade bei Mustern oder farbigen Umrandungen lohnt es sich, die Aufteilung vor dem Einklicken der gesamten Fläche einmal durchzurechnen. So vermeidest du, dass das Muster am Ende einige Zentimeter aus der Mitte läuft.
3. Hauptfläche verlegen
Sobald das „L“ ausgerichtet ist, kann die Hauptfläche verlegt werden. Ab jetzt ist die Verlegung denkbar einfach: Die nächste Fliese ansetzen, die Verbindungsstifte über den Ösen positionieren und mit leichtem Druck einklicken.
Arbeite dich anschließend Reihe für Reihe von der Einfahrt in Richtung Rückwand vor. Achte dabei darauf, dass alle Verbindungen vollständig eingerastet sind. Ansetzen, einklicken, weitermachen. Kleber, Schrauben oder spezielles Verlegewerkzeug werden nicht benötigt.
Randbereiche zunächst frei lassen
An der Rückwand sowie an der Seite, an der später der Verschnitt entsteht, werden zunächst keine zugeschnittenen Fliesen eingesetzt. Verlege zuerst die vollständige Hauptfläche mit ganzen Fliesen.
Ist die Hauptfläche fertig, wird sie noch einmal kontrolliert. Erst danach werden die verbleibenden Randbereiche ausgemessen, zugeschnitten & eingeklickt.
4. Dehnfuge beachten und Randbereiche zuschneiden
Nach der Hauptfläche werden die Randstücke ausgemessen und zugeschnitten. Wichtig ist dabei eine ausreichende Dehnfuge zu Wänden und anderen festen Bauteilen.
Unsere Empfehlung: Die Dehnfuge sollte jeweils 1 % der Gesamtlänge, mindestens jedoch 3 cm betragen.
Beispiel: Bei 6 m Gesamtlänge → 6 cm Dehnfuge.
Die Dehnfuge gibt den Klickfliesen Platz, sich bei Temperaturveränderungen auszudehnen. Ist der Abstand zu gering, kann sich die Fläche aufwölben.
Wichtig: Heizungsrohre, Säulen, Pfeiler und andere feststehende Bauteile werden ebenfalls nicht press anliegend ausgeschnitten. Auch hier muss ausreichend Bewegungsfreiheit für den Boden erhalten bleiben.
Klickfliesen zuschneiden
Zum Zuschneiden der Randstücke eignet sich am besten eine Stichsäge. Alternativ können die Fliesen je nach Schnitt auch mit einer Handkreissäge oder einem geeigneten Laminatschneider in passender Größe (40cm müssen reinpassen) zugeschnitten werden.
Klickfliese richtig ausrichten, gewünschtes Maß auf der Fliese markieren, sauber entlang der Markierung schneiden und das zugeschnittene Stück anschließend einklicken.
5. Seitenteile und Auffahrrampen montieren
Nach der Verlegung können offene Kanten mit passenden Seitenteilen bzw. Auffahrrampen abgeschlossen werden.
Bei der empfohlenen Verlegung in der Garage zeigen die Ösen zur Rück- und Seitenwand. An der Einfahrt bleiben dadurch die Verbindungsstifte der Klickfliesen frei – hier werden entsprechend Seitenteile mit Ösen benötigt und einfach eingeklickt.
Bei freistehenden Flächen, beispielsweise auf einem Messestand, können alle sichtbaren Seiten mit Seitenteilen abgeschlossen werden. Da die Klickfliesen zwei Seiten mit Ösen und zwei Seiten mit Stiften besitzen, werden hierfür entsprechend beide Varianten der Seitenteile benötigt.
Tipp: Bei der Planung immer darauf achten, welche Seite der Klickfliese am gewünschten Abschluss nach außen zeigt – danach richtet sich, ob Seitenteile mit Ösen oder Stiften benötigt werden. Kontaktiere uns gerne, falls du dir unsicher bist!
Die häufigsten Verlegefehler
- keine Dehnungsfuge - direkt nach dem Verlegen liegt die Fläche perfekt, im Sommer bei direkter Sonneneinstrahlung erhitzen sich die Fliesen und die Fläche wölbt sich nach oben. Dehnfuge min. 3cm oder 1% der Gesamtlänge!
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Stifte statt Ösen ausgerichtet - werden die Fliesen genau entgegengesetzt zur empfohlenen Richtung verlegt, müssen bereits verlegte Fliesen angehoben werden, um die nächste Fliese darunter einzusetzen und einzuklicken. Das macht aus einem eigentlich sehr einfachen Klicksystem schnell ein ziemlich nerviges Verlegesystem.
Ösen immer zur Rückwand und in Verlegungsrichtung ausrichten! - Hinten statt vorne gestartet - Wird an der Rückwand statt am Garagentor begonnen, landet der spätere Verschnitt ausgerechnet an der Einfahrt – optisch unschön und unnötig. Zusätzlich werden beim Zuschneiden die Verbindungspunkte entfernt, die für die Seitenteile bzw. Auffahrrampen benötigt werden. Immer an einer vorderen Ecke am Garagentor mit der Verlegung beginnen.